Digitalisierung wirksam gestalten: Kompetenzförderung statt Technostress

Creators: Kappe, Miriam and Wiebe, Annika and Hermann, Tobias and Schobel, Johannes
Title: Digitalisierung wirksam gestalten: Kompetenzförderung statt Technostress
Item Type: Conference or Workshop Item
Event Title: (Abstractband zum) Forschungskongress "Resilienz in der Pflege"
Event Location: Bonn, Germany
Event Dates: 7.-8. Mai 2026
Projects: DigiHealth, KompIGA
Page Range: pp. 55-57
Additional Information: Open access
Date: 2026
Divisions: Gesundheitsmanagement
Abstract: Die Einführung von (neuen) digitalen Anwendungen beeinflusst nicht nur den Pflegealltag, sondern führt auch zu strukturellen oder organisatorischen Veränderungen. Die Einführung und Verwendung von digitalen Technologien resultiert oft in Stress, die Mitarbeiterzufriedenheit sinkt. Um dem entgegenzuwirken, sollten Digitalisierungsprojekte in Pflegeeinrichtungen so gestaltet werden, dass sie den Anforderungen der Mitarbeitenden gerecht werden und zu einer Arbeitsentlastung beitragen. Um nachzuvollziehen, wie Digitalisierungsprojekte im Sozial- und Gesundheitswesen umgesetzt werden, wurde eine Interviewstudie durchgeführt. Es wurden sechs leitfadengestützte Experteninterviews mit Personen, die an Digitalisierungsprojekten in Einrichtungen des Sozial- und Gesundheitswesens beteiligt waren, geführt. Die Auswertung erfolgte mittels qualitativer Inhaltsanalyse (Kuckartz/Rädiker 2022). Die Ergebnisse zeigen, dass das Desinteresse der Mitarbeitenden an technischen Themen, das Risiko der Überforderung von Mitarbeitenden durch die Einführung neuer digitaler Anwendungen und schlechte Erfahrungen in früheren Digitalisierungsprojekten zu mangelnder Motivation und Akzeptanz führen. Die Digitalisierung widerspreche laut den Interviewten außerdem dem Selbstbild und dem Selbstverständnis der Mitarbeitenden. Gleichzeitig wird eine hohe Nachfrage nach Schulungen berichtet, für die Pflegefachpersonen aufgrund des stressigen Arbeitsalltags häufig keine Zeit finden. Für zukünftige Digitalisierungsprojekte ergeben sich mehrere Implikationen. Zum Abbau von Technostress und zur Sicherung der Akzeptanz ist ein partizipatives Projektvorgehen unabdingbar. Um Beteiligung strukturiert gestalten zu können, bedarf es einer Digitalisierungsstrategie inklusive Ressourcenplanung. Eine Steigerung der Digitalkompetenz kann ebenfalls dazu beitragen, den Technostress zu mindern (vgl. Golz u.a. 2021)
Forthcoming: No
Language: German
Link eMedia: Download
Citation:

Kappe, Miriam and Wiebe, Annika and Hermann, Tobias and Schobel, Johannes (2026) Digitalisierung wirksam gestalten: Kompetenzförderung statt Technostress. In: (Abstractband zum) Forschungskongress "Resilienz in der Pflege", 7.-8. Mai 2026, Bonn, Germany, pp. 55-57. (Forschung zur Pflegebildung und zum Pflegeberuf). ISBN 9783962085803

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