| Creators: |
Fischer, Florian and Aigner, Johanna and Boscher, Claudia and Hirtreiter-Hochbach, Theresa and Kappe, Miriam and Kunath, Veronika and Messerschmidt, Clara and Peterson, Sky and Rölle, Anita and Schobel, Johannes and Steinle, Johannes and Swoboda, Walter and Wiebe, Annika and Winter, Maik H.-J. and Kozica, Arjan and Wittorf, Anna M. |
| Abstract: |
Setting der Forschungs-Praxis oder der Zukunftsprojekte: Komplexe Veränderungen
prägen die Arbeitswelt wie nie zuvor. Der Fachkräftemangel, die Digitalisierung,
zunehmende Diversität aber auch Entwicklungen in der Professionalisierung von
Gesundheitsfachberufen führen zu vielfältigen Herausforderungen, welche von Einrichtungen
im Sozial- und Gesundheitswesen bewältigt werden müssen.
Ziel des Projekts: Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte
Regionale Kompetenzzentrum für innovative und gesunde Arbeit im Sozial- und
Gesundheitswesen der Region Alb-Bodensee-Iller (KompIGA; Förderzeitraum: 2024-2029)
nimmt sich dieser Herausforderungen an. Im Fokus steht die Entwicklung, Erprobung und
Evaluation praxisbezogener Lösungsansätze im Sinne von New Work. Dadurch soll die
Implementation zukunftsweisender Arbeitsgestaltungskonzepte gefördert werden. Ziel ist es,
ein Kompetenzzentrum für strategische, humane und innovationsförderliche
Arbeitsgestaltung zu etablieren, welches das Sozial- und Gesundheitswesen bei der
Bewältigung der zunehmenden Veränderungen der Arbeitswelt unterstützt.
Herausforderungen und/oder Erfolgsfaktoren: Das Projektkonsortium setzt sich aus vier
Hochschulen und sechs Anwendungsunternehmen zusammen, um eine nachhaltige
Transformation der Arbeitswelt im Sozial- und Gesundheitswesen zu erreichen. Dies kann
aber nur in einem gemeinsamen Vorgehen mit den Einrichtungen und deren Beschäftigten
gelingen. Daher werden intelligente Formate der Organisationsentwicklung umgesetzt und
wissenschaftlich begleitet. In einem partizipativen Forschungsansatz arbeiten Vertreter:innen
aus Wissenschaft und Praxis gemeinsam an Use Cases, in welchen die Entwicklung bzw.
der Transfer von Maßnahmen und Strategien zur Förderung einer innovativen und gesunden
Arbeitsgestaltung im Sozial- und Gesundheitswesen im Vordergrund stehen. Die konkrete
Umsetzung innerhalb des Konsortiums fußt auf folgenden Aspekten: (1) Systematische
Analyse der organisationalen Rahmenbedingungen, (2) Anpassung und Einführung
evidenzbasierter Konzepte im Bereich der Arbeitsgestaltung, (3) modellhafte Pilotierung bzw.
Validierung der erarbeiteten Konzepte in weiteren Praxiseinrichtungen und damit verbunden
(4) die Entwicklung und Erprobung von Transferstrategien.
Schlussfolgerung: Die bisherigen Erkenntnisse lassen vermuten, dass regionale
Kompetenzzentren als Katalysatoren für einen Wissenstransfer von der Forschung in die
Praxis und vice versa fungieren können. Durch die enge Verzahnung von Forschung und
Praxis entstehen praxistaugliche Instrumente zur Arbeitsgestaltung, die den spezifischen
regionalen Anforderungen gerecht werden. Die entwickelten Transferstrategien sollen
wiederum eine Übertragbarkeit und Implementierung der gewonnenen Erkenntnisse in
weitere Einrichtungen des Sozial- und Gesundheitswesens ermöglichen. |
| Citation: |
Fischer, Florian and Aigner, Johanna and Boscher, Claudia and Hirtreiter-Hochbach, Theresa and Kappe, Miriam and Kunath, Veronika and Messerschmidt, Clara and Peterson, Sky and Rölle, Anita and Schobel, Johannes and Steinle, Johannes and Swoboda, Walter and Wiebe, Annika and Winter, Maik H.-J. and Kozica, Arjan and Wittorf, Anna M.
(2025)
Innovative und gesundheitsförderliche Arbeitsbedingungen im Sozial- und Gesundheitswesen schaffen: Der Ansatz des regionalen Kompetenzzentrums KompIGA.
In: 24. Deutscher Kongress für Versorgungsforschung, 22.-24. September 2025, Hamburg, Germany, Paper 1263 (Abstract).
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